Rolle des Sprachgebrauchs

Ist euch schon einml aufgefallen, dass der Mann in der deutschen Sprache viel zu sehr bevorzugt wird. Man sagt erziehen statt sieziehen, erlegen statt sielegen, erbauen statt siebauen…

Aber nicht nur dort wird der Mann sprachlich bevorzugt. Auch benutzen viele meisten in Briefen oder Anreden oft nur die männliche Form: Sehr geehrte Bürger, Kollegen, Schüler. Und das wahrscheinlich nur, weil es sich im Laufe der letzten Jahzehnte oder Jahrhunderte eingebürgert hat, so zu reden bzw. schreiben.

Es wird wahrscheinlich nicht verändert, weil man sonst die ganze Sprache komplett umkrempeln müsste, aber wäre es nicht ein wenig respektvoller, die Frau auch einzubeziehen?

 

Ich persönlich habe nicht unbedingt etwas dagegen, mir kam der Gedanke nur letztens. Was denkt ihr dazu?

5 Kommentare zu „Rolle des Sprachgebrauchs

  1. Ist mit als Frau völlig schnurz! Davon lebe ich nicht besser oder schlechter. Ich glaube es geht eher um den Umgang mit Frauen… und wie sie für den gleichen Job bezahlt werden.
    Und: Emanzipation kommt von innen. Das hat für mich nichts mit der Sprache zu tun. Ich fühle mich auch angesprochen, wenn sich jemand bei seinen Lesern bedankt…
    Die Energie in die Zeit, die verwendet wird, um Texte umzuformulieren etc. könnte man in echte Hilfe stecken… Da wo sie wirklich gebraucht wird…

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  2. Natürlich sollte Sprache gerecht sein. Eine Polizistin ist kein Polizist. Eine Henne kein Hahn, ein Bürger keine Bürgerin und ein Bruder keine Schwester. Aber wer Sprachgefühl hat, der weiß, dass nicht überall wo er drinsteckt auch DAS MÄNNLICHE, oder das Sie DAS WEIBLICHE be-inhalt-et. 😜 leider hat die Realität die Satire überrannt und wer in meinen Worten jede zufällige „er“-Buchstabenfolge zählt, begreift die Satire oder die Sprache nicht. Aber grundsätzlich: Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt. Wer nur Friseure kennt, diskriminiert die Friseurin. Beispiel? Klar: die männliche Krankenschwester ist kein Krankenbruder.

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  3. Soll es dann auch vsieziehen statt verziehen usw. heißen? Nun ja – ich bin schon für das Einbeziehen weiblichsie(er) Formen in die Sprache, aber irgendwo hat das Ganze sichsie (nicht sicher!) ihre (nicht seine!) Grenzen. Es sollte halt bitte vsieständlich (statt verständlich!) bleiben und sich noch aussprechen lassen. Aber vielleicht lsienen (lernen!) wir ja nach und nach die seltsamen Lautkombinationen aussprechen.

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