Ein Leben ohne Ohren

Ich sehe Menschen, die mich umgeben

Tag für Tag muss ich von ihren Lippen lesen

Was sie mir erzählen wollen

Und doch habe ich nicht den geringsten Schimmer

 

Tausend Gedanken um mich herum

Doch keiner frei ausgesprochen

Menschen schreien um Hilfe

Doch ich höre sie nicht

 

Es ist absurd

Und trotzdem wahr

Gefühle werden zum Ausdruck gebracht

Es wird heftig gestikuliert

 

Ich beginne zu verstehen

Dass Menschen mich anschauen

Manche vor Neid und Freude

Manche vor Unverständnis und Hass

 

Doch mir macht es nichts aus

Ich bin wie ich bin

Etwas sonderbar aber mit bestimmten Qualitäten

Dieses Gefühl ist mir nicht wegzunehmen

 

Ich bin allein und doch in bester Gesellschaft

Andere trauern, doch ich bin glücklich

Darüber, dass ich lebe

Getrennte Realitäten verbinden

 

 

Ein Kommentar zu „Ein Leben ohne Ohren

  1. Das regt mich zu der Frage an, ob wir überhaupt existieren, wenn mal alle Sinne verschwunden sind: Würden wir noch irgendwas erkennen oder wären wir wie ein Hirn in der Nährflüssigkeit „Körper“? Sehr anstrengend diese Gedanken weiterdenken, aber sie blasen einem den Kalk aus den kleinen grauen Zellen .. Danke! 🙂

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