Ein Leben ohne Nase

Schau an mir herunter

Es gibt kein Blut

Ich spüre dieses Jucken, das mich öfter überfällt

Aber von dem ich weiß, dass es wieder verschwindet

 

Vor mir steht ein Teller mit frischem Obst

Eigentlich müsste ich entzückt sein und mir das Obst direkt einverleiben

Aber ich schiebe den Teller angewidert zurück

Weil ich den Anblick nicht ertragen kann

 

Früher hätte ich es gemocht

Doch allein durch mein Unvermögen

Nicht mehr den Duft haben zu können

Macht es mir ungenießbar

 

7 Kommentare zu „Ein Leben ohne Nase

  1. Egal, obs aus der Realität geschrieben ist oder aus der Fantasie: Es klingt schon hart, weil man als Leser Schlimmes vermutet als Ursprung für den Verlust des Geruchs. Oder soll das etwa ein philosophisches Gleichnis sein, eine literarische Metapher? Oder dient der Text am Ende nur dazu, den Leser zu verwirren, um sich selbst als „schwerer“ Philosoph darzustellen, wie es dumme Menschen im Internet gerne tun?

    Warten wirs ab. Die Wahrheit wird sich offenbaren .. LG PP 😉

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    1. Ich habe mir nur vorgestellt, wie es wäre, keinen Geruchssinn zu haben. Die Idee kam mir eigentlich bei einem Spaziergang, wo ich meine Brille abgesetzt habe und ohne ein bisschen gelaufen bin. Da kam mir die Idee, darüber zu schreiben, wie es so ist, wenn man nicht viel erkennen kann. Und daraus kam die Idee für eine gedichteserie.
      Falls du noch Fragen hast oder sonst etwas, schreib mir gerne. Ich hoffe, du hast jetzt einen besseren Einblick bekommen.
      Viele Grüße Jona

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      1. Das ist eine wundervolle Idee, aber ich glaube, man kann sich nircht wirklich einfühlen, wenn man nicht selbst betroffen ist von dem Verlust eines Sinnes.

        Aber du handelst Recht in deinem Gedankengebäude, weil die Welt nach Schopenhauer „Wille und Vorstellung“ ist und eigentlich jede gute alte Philosophie auch ein Stück Literatur darstellt.

        Nietzsche etwa hat eine ganz eigene Welt erschaffen, hat die alten Werte, die alten Tafeln ad absurdum geführt und somit teilweise (Es geht nicht nur um den Übermenschen bei ihm) eine eigene Welt kreiert, die mit der Realität nur insofern zu tun hat, dass jede Fantasie und jeder Gedanke, der denkbar ist, auch die Berechtigung hat, zu leben.

        Du hast gut auf meine Provokation reagiert, was mir zeigt, dass dein Denken authentisch ist.

        Ich grüße dich zurück, lieber Jona

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